Neuigkeiten

Viele Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen machen sich momentan Gedanken, ob sie aufgrund des neuartigen Coronavirus besondere Maßnahmen ergreifen sollten. Thomas Stodulka, Österreichische Lungenunion, spricht im Skype-Interview mit Prim. Doz. Dr. Arschang Valipour, Vorstand der Abteilung für Innere Medizin und Pneumologie im KH Nord, Wien, über die Auswirkungen des Coronavirus auf Patienten mit einer Lungenerkrankungen und welche speziellen Maßnahmen – neben den allgemein gültigen Empfehlungen des Bundesministeriums für Gesundheit – sinnvoll sind.

Skype-Interview mit Prim. Doz. Dr. Arschang Valipour:

  • Ganz besonders wichtig: Wenn Sie Fragen haben oder sich unbekannte bzw. neue Symptome zeigen,
    kontaktieren Sie umgehend den Arzt. Und zwar zuerst immer telefonisch! Auf keinen Fall Maßnahmen
    in Eigenregie setzen!
  • Verwenden Sie Ihre Dauermedikation unbedingt weiter. Patienten, die Immunsuppressiva nach einer
    Lungentransplantation nehmen müssen, haben ein höheres Risiko, sich mit dem Coronavirus zu
    infizieren, die Medikation darf aber keinesfalls auf eigene Faust abgesetzt werden!
  • Gleiches gilt für Patienten, die kortisonhaltige Medikamente nehmen müssen, wie zum Beispiel bei
    Asthma. Setzen Sie Ihre Medikation nicht eigenmächtig ab, halten Sie im Zweifelsfall immer mit dem
    Lungenfacharzt telefonisch Rücksprache.
  • Nutzen Sie die Möglichkeit, sich ein elektronisches Rezept ausstellen zu lassen. Ein Anruf beim Arzt
    genügt. Das Rezept wird direkt zur Apotheke Ihrer Wahl gesendet und Sie können dort Ihr Medikament
    abholen bzw. abholen lassen.
  • Zurzeit sind sämtliche Medikamente in den Apotheken vorrätig bzw. umgehend lieferbar, Nachlieferungen
    erfolgen wie geplant. Es ist daher nicht erforderlich, Medikamente auf Vorrat einzulagern.
  • Menschen, die an einer Pollenallergie leiden, haben übrigens kein erhöhtes Risiko: Sie sind nicht
    „immungeschwächt“ und die Abwehr gegen Bakterien und Viren ist bei ihnen normal.
  • Wenn es Ihnen möglich ist, gehen Sie am besten im Wald spazieren, aber nur alleine oder mit Menschen,
    die mit Ihnen in einem Haushalt leben.

aus: Statement der Österr. Gesellschaft für Pneumologie: www.ogp.at

 

Download:

COVID-Statement der AG Allergologie der ÖGDV  Download pdf
COVID-19 Pandemie-Statement der ÖGP  Download pdf
Stellungnahme Corona Virus - AG Biologika  Download pdf

Mehr Infos:

www.pollenwarndienst.at Individuelle Pollenbelastung (durch Führen des Pollentagebuches und Download der Pollen-App), Pollen-Fragebogen kann erste Hinweise auf eine Allergie geben etc.
www.allergenvermeidung.org Informationsplattform für Allergiker
www.ages.at Symptome bei COVID-19-Infektion
www.sozialministerium.at/ Alle Informationen zum Corona-Virus vom Gesundheitsministerium

 


 

Oberstes Gebot und wesentlichstes Mittel in Zeiten des Coronavirus ist das regelmäßige Händewaschen (30 Sek. lang). Geniest wird in die Ellenbeuge bzw. in ein Taschentuch. Außerdem sollte sich jeder, aber vor allem Menschen mit chronischen (Atemwegs)-Erkrankungen, generell von anderen kranken Menschen fernhalten. Halten Sie sich an die vorgegebenen Maßnahmen und Regelungen, um die Verbreitung des Virus zu vermeiden. Aber: Es besteht kein Grund in Panik auszubrechen.

Bei konkretem Verdacht auf eine Coronavirus-Infektionsgefahr melden Sie sich umgehend bei der Hotline vom Gesundheits- und Sozialministerium:
Tel.: 0800 555 621 (kostenlos), Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr.

Aktuelle Infos rund um das Coronavirus:  www.sozialministerium.at/coronavirus

Die Stadt Wien hat eine Hotline für ältere Menschen eingerichtet, die Unterstützung bei der Besorgung von Lebensmitteln, Medikamenten usw. benötigen.
Tel.: 01/4000-4001

 

Sinn und Unsinn rund um das Coronavirus

Handelsübliche Masken schützen nicht vor dem Virus – das gilt auch für die Feinstaubmasken aus den Baumärkten. Desinfektionsmittel sind vor allem im medizinischen Bereich absolut notwendig und sollten im normalen Alltag nicht übertrieben eingesetzt werden. Sie können hilfreich sein, wenn man sich unterwegs z.B. nicht die Hände waschen kann. Aber die ständige Verwendung von Desinfektionsmitteln kann, vor allem bei Menschen mit Atemwegserkrankungen mehr schaden als helfen, da z.B. manche Inhaltsstoffe allergische Reaktionen hervorrufen können.

Da die Bevölkerung zunehmend mit Panik reagiert und Desinfektionsmittel ausverkauft sind oder sogar aus den Spitälern gestohlen werden (!), stellen wir hier zwei Rezepte für selbst gemachte und natürliche Hände-Desinfektionsmittel vor. Sie setzen sich auf der Basis von Alkohol und antibakteriell wirkenden ätherischen Ölen zusammen, sind biologisch abbaubar und somit auch keine Belastung für die eigene Gesundheit oder für die Umwelt. (Hinweis: kein Ersatz für medizinische Präparate!)  

Selbstgemachtes Desinfektionsmittel auf Alkoholbasis

Zutaten und Zubereitung:

Füllen Sie

  • 30 ml hochprozentigen Alkohol (Weingeist oder Melissengeist aus der Apotheke)
  • 30 ml abgekochtes Wasser (kalt)
  • 1 Teelöffel Aloe-Vera-Gel

in eine Flasche (z.B. eine leere Kosmetikflasche oder Sprühflasche am besten aus Glas), schütteln Sie die Mischung einmal kurz durch und geben Sie dazu

  • 2 Tropfen biologisches Teebaumöl
  • 3 Tropfen ätherisches Bio-Öl mit antimikrobiellen Eigenschaften (z.B. Lavendel, Pfefferminze oder Eukalyptus)
  • 3 Tropfen von einem hautpflegenden und konservierenden Vitamin E-Öl (z.B. Walsnussöl, Mandelöl, Sonneblumenöl, Olivenöl, Sojaöl)

 und schütteln Sie alles noch einmal kräftig durch.

 Anwendung: Sprühen oder geben Sie einige Tropfen in einen Handteller und reiben Sie beide Hände gründlich gegeneinander, um die Inhaltsstoffe gut zu verteilen.

Selbstgemachtes Desinfektionsmittel auf Essigbasis

Je nach Behälter

  • 1/3 abgekochtes Wasser (kalt),
  • 1/3 Essig (Tafelessig, Apfelessig)
  • 5 – 10 Tropfen konzentriertes ätherisches Öl (siehe Rezept oben)

 in eine Sprühflasche füllen und gut durchschütteln.

 

Gesundheitsminister Rudolf Anschober betonte am 5. März gegenüber dem ORF: „Flächendeckende Absagen von Veranstaltungen wie in anderen Ländern sind derzeit nach Absprache mit den Gesundheitsexperten nicht vorgesehen." (siehe https://orf.at/stories/3156692/)

In diesem Sinne rät auch unser Vortragender Mediziner und Umweltexperte Prof. Dr. Hutter von der MedUni Wien allen an der Veranstaltung interessierten Menschen so vorzugehen, wie sie es sonst bei der Grippewelle generell tun und den allgemeinen Sicherheitshinweisen Folge zu leisten.

Von der Veranstaltung fernhalten sollten sich Personen, die sich sehr schwach und krank fühlen bzw. an einer Grippe erkrankt sind oder Kontakt mit einer Person hatten, die möglicherweise Kontakt zu bestätigten Coronavirus-Fällen bzw. Verdachtsfällen hatten.

Für alle anderen gelten die üblichen Vorsichtmaßnahmen wie z.B. Hände mehrmals täglich waschen oder den Mund und Nase beim Niesen mit einem Papiertaschentuch abdecken oder in die Ellenbeuge niesen. Die üblich gängigen Gesichtsmasken und Staubmasken sind nicht notwendig, da sie sowieso nicht virusresistent sind. Auf Grund der aktuellen Geschehnisse wird Prof. Dr. Hutter bei seinem Vortrag auf die aktuelle Lage rund das Thema Coronavirus und Lungenkrankheiten eingehen.

DAS PROGRAMM

Kostenlose Vorträge von 10.00 bis 17.00

10:00 Uns bleibt die Luft weg! Klimakrise und Lungengesundheit, Prof. Dr. Hutter

10:45 Allergie & Asthma des Kindes – Früherkennung und Behandlung, Prof. Dr. Szepfalusi

11:25 Nahrungsmittelallergien: Auslöser, Symptome, Behandlung, N.N.

12:10 Allergischer Schock – Verhalten im Notfall, Prof. Dr. Szepfalusi

12:30 Sauerstofftankstellen in Österreich, Apothekerkammer

13:00 Asthma ist nicht gleich Asthma, Prof. Pohl

13:45 Problem Hausstaubmilbe, Dr. Wantke

14:30 Die Lungenfibrose, Prof. Dr. Idzko

15:15 COPD & Begleiterkrankungen, Doz. Valipour

16:00 Emphysem – neueste Therapiemöglichkeiten, Doz. Dr. Valipour

16:45 Gewinnspiel-Verlosung: 1 Woche für 2 Personen im Nationalpark Hohe Tauern!

 

Kostenlose Workshops von 11.00 bis 14.45

Der Workshop Atemtechnik Basics findet gleich zwei Mal statt:
11:00 bis 11:30 und 11:30 bis 12:00 Uhr
Die Physiotherapeutinnen vom Peterhof Baden – Friedl Paula, Pohl Bernadette, Schindler Diana – werden Übungen vorzeigen und mit den TeilnehmerInnen gemeinsam durchführen. Dabei wird vor allem Wert auf die korrekte Ausführung geachtet.
Unterstützt durch: Peterhof Baden (OA Dr. Johannes Bilek, Leiter Pulmologie)


12.00 bis 12.45 Uhr, Inhalatorenschulung
Referent: Alexander Müller Bsc, Physiotherapeut, Krankenhaus Nord – Klinik Floridsdorf
Im Workshop wird die optimale Inhalationstechnik anhand verschiedener Inhalationsgeräte erklärt und mit den TeilnehmerInnen aktiv geübt.
Unterstützt durch die Fa. Chiesi Pharmaceuticals GmbH


13.00 bis 13.45 Uhr, Rauchstopp mit Hirn!
Referentin: Mag. Susanne Grohs-Schlager
Die PDM-Methode (psychodynamisches Modelltraining) hat die weltweit höchste nachgewiesene Erfolgsquote in der Raucherentwöhnung und wird in diesem Rauchstopp-Workshop erklärt. Gemeinsame Übungen leiten an, wie Sie mit der Aktivierung Ihres Antriebssystems in allen Situationen ohne Nikotin auskommen und wie Sie auf natürliche Art schöne und entspannende Momente erleben können.
Unterstützt durch GROHS Gesundheitsdynamik


14:00 bis 14:45 Uhr, Optimismus hilft der Gesundheit
Referent: Dr. med. Christian Tatschl, Präsident Big5health
Der Zusammenhang zwischen Optimismus und Gesundheit wird immer offensichtlicher. Optimistischere Menschen haben tendenziell gesündere Gewohnheiten, z. B. eine höhere Wahrscheinlichkeit, sich zu bewegen, und eine geringere Wahrscheinlichkeit, zu rauchen. Im Workshop wird darauf eingegangen, warum Optimismus der Gesundheit hilft und wie man sich selbst positiver einstellen kann.

Unterstützt durch den Verein Big5health

 

Kostenloses Service

Lungenfunktionsmessung Allergierisiko-Check Allergietestung und Beratung

Für die BesucherInnen steht bei Bedarf Flüssigsauerstoff zur Verfügung.


MEHR LUFT AUF LEBEN,
8. März, im Festsaal Rathaus Wien
Eingang Lichtenfelsgasse 2, 1010 Wien, 10:00 bis 17:00 Uhr

Hilfe bei schwerem Asthma

Die PULSAR-Initiative, die von der weltweiten Plattform für Allergie- und Atemwege GAAPP geleitet wird, hat sich das Ziel gesetzt, dass sowohl Betroffene als auch Ärzte schweres Asthma besser verstehen und besser behandeln. Da schweres Asthma oft nicht erkannt wird oder mit unkontrolliertem Asthma verwechselt wird, wurde gemeinsam mit Patienten eine neue Definition für schweres Asthma erarbeitet. Diese wurde so formuliert, dass sie von Betroffenen leicht zu verstehen ist, sodass sie sich auch identifizieren können.

Infos & Checkliste: gaapp.org/define-your-asthma #DefineYourAsthma

 

 

Impressum
© Lungenunion 2014