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Term Definition
Atemerleichternde Körperhaltungen

Bestimmte Körperhaltungen oder Körperstellungen erleichtern das Atmen. Die Bekanntesten sind dabei:
- Seitenlage im Bett
- Kutschersitz, wobei man im Sitzen die Unterarme auf die etwas gespreizten Oberschenkel legt,
- Reitsitz, wobei man rittlings auf einem Stuhl sitzt und die Arme auf die Stuhllehne legt,
- Abstützen im Stehen, wobei man sich mit einer Hand an einer Wand oder an einem Baum leicht abstützt.
- Torhüterhaltung, wobei man sich breitbeinig hinstellt, den Oberkörper vorbeugt und die Hände auf die Oberschenkel legt und den Körper so abstützt.

Atemgymnastik

umfasst eine große Anzahl von Übungen zur Verbesserung der Atmung. Bei Atemwegserkrankungen - wie Asthma bronchiale und chronisch obstruktiver Bronchitis (COPD) - ist die aktive Mitarbeit der Patienten wichtig. Dazu gehört, dass der Patient richtig atmet. Dafür muss die gesamte Atemmuskulatur regelmäßig trainiert sowie die Zwerchfell- (Bauch-) Atmung, Brustatmung und Flankenatmung bewusst geübt werden. Darüber hinaus sollten atemerleichternde Körperhaltungen eingeübt werden. Für COPD-Patienten ist es zusätzlich wichtig, dass sie Übungen erlernen, die geeignet sind, das gestaute Bronchialsekret besser abzuhusten.

Atemhilfsmuskulatur

Das sind bestimmte Muskeln des Brustkorbs, die eine erschwerte Atmung (mechanisch) unterstützen können. Für die normale Atmung sind die Zwischenrippenmuskulatur und das Zwerchfell verantwortlich.

Atemnot

Atemnot ist immer subjektiv. Es handelt sich dabei um das Empfinden einer erschwerten Atmung eines einzelnen Menschen; es ist auf andere nicht zu übertragen. Atemnot ist ein subjektives Gefühl, es kann nur erfragt, aber nicht gemessen werden.
Mögliche Ursachen von Atemnot:
- Atemwege: Asthma bronchiale, COPD, gutartige und bösartige Tumore der Lunge.
- Lungengewebe: bakterielle und virale Pneumonien (Lungenentzündungen) oder Tuberkulose, Lungenfibrosen (z.B. die sog. Staublunge), Lungenemphysem
- Lungengefäße: Lungenembolie
- Rippenfell: Entzündungen und Vernarbungen, Pneumothorax
- Brustkorb: Kyphoskoliose, Morbus Bechterew, extremes Übergewicht
- Herz: Leistungsminderung des Herzmuskels bei Hochdruck, Herzklappenfehlern, Rhythmusstörungen, nach Herzinfarkt
- Psyche: Hyperventilation bei Angst, Schmerz oder Stress.

Atemnotanfall

Anfallsweise auftretende Atemnot, die von leichten bis schweren Beschwerden reichen kann.

Atemstoßtest

Ein Test, bei dem die Luftmenge gemessen wird, die bei kräftiger Ausatmung in einer Sekunde ausgeatmet/ ausgestoßen werden kann. Der Wert ist bei Asthma bronchiale und bei COPD durch die Verengung der Bronchien vermindert.

Atemtechniken

Die bekannteste Atemtechnik bei beginnender Atemnot ist die sog. 'Lippenbremse'.
Sie verhindert das Kollabieren (Zusammenfallen) der Atemwege.
Die Lippenbremse setzt den Atemwiderstand herab und erleichtert die Ausatmung.
- Legen Sie die Lippen beim Ausatmen so übereinander, dass die Luft nur durch einen schmalen Spalt entweichen kann.
- Lassen Sie ganz langsam die Luft ausströmen. Dabei sollten Sie die Wangen nur leicht blähen und die Luft langsam ausatmen (wie wenn sie ein Wattebällchen vor sich her blasen)- nicht herauspressen.
Die Einatemtechnik dient der Erweiterung der Atemwege.
- Atmen Sie extrem langsam und tief ein.
- Halten Sie anschließend die Luft für einige Sekunden an.

Atemtherapie

Im Mittelpunkt der Atemtherapie steht das Erleben des Atmens. Durch Dehnungen, Bewegungen, Klänge, Tönen von Vokalen, innere Achtsamkeit und über Druckpunkte werden der Atem angeregt und die Atembewegung erweitert. Auf diese Weise soll der Atem bewusst erfahren und erlebt werden. Die Atemtherapie ist eine Möglichkeit, Fehlformen und Blockierungen der Atmung zu überwinden und den eigenen Atemrhythmus zu entdecken.
Siehe auch Atemtherapieangebote der Österreichischen Lungenunion

Atemwegsobstruktion

Verengung des Luftwege (Bronchien) durch Krampf der Bronchialmuskulatur, Schwellung der Schleimhaut (Ödem), Verlegung der Luftwege durch zähen Schleim.

Atopie

erblich bedingte Allergieneigung. Sie beginnt meist in der Kindheit mit verschiedenen Allergien - wie z.B. Nahrungsmittelallergien, Neurodermitis und Heuschnupfen.

Auskultation

Abhören der im Körper entstehenden Geräusche mit einem Stethoskop (Hörrohr). Bei der  Auskultation der Lunge nimmt man Atmungsgeräusche bzw. Rassel- und Reibegeräusche wahr.

Auswurf

Auswurf nennt man den beim Husten ausgespuckten Schleim.
Andere Bezeichnungen dafür sind: Sekret, Bronchialsekret oder Sputum. Das Bronchialsystem von Patienten mit Asthma, vor allem aber von Patienten mit COPD produziert wesentlich mehr Schleim als dies bei Gesunden der Fall ist. Der Schleim ist in aller Regel auch noch extrem zähflüssig. Für die Betroffenen ist es oft sehr anstrengend, das Bronchialsystem von dem Sekret zu befreien. Eine spezielle Hustentechnik kann dabei helfen.

Autogenes Training

Das autogene Training ist eine Methode zur Selbstentspannung. Durch einfache, leicht erlernbare Übungen wird ein intensives Gefühl für den eigenen Körper erreicht. So kann es zu einer bewussten Beeinflussung der körperlichen Funktionen im Sinne von Entspannung kommen. Die Selbstentspannung wirkt auf Muskulatur (Schwereempfindung) und auf das Gefäßsystem des Körpers (Wärmeempfindung) ein. Darüber hinaus führt das autogene Training zu positiven Veränderungen im seelischen Bereich, z.B. bei Konzentrationsstörungen und Schlafstörungen. Durch regelmäßige tägliche Übungen kann sichergestellt werden, dass die erlernten Verhaltensweisen - selbst in kritischen Situationen angewendet - Erfolge erzielen, z.B. durch entspanntes Atmen, was dazu beitragen kann, einen Atemnotanfall ganz zu vermeiden oder mindestens erheblich abzuschwächen. Autogenes Training kann helfen, psychische Faktoren - die niemals alleinige Ursache des Asthma sind, aber durch Stress und Angst Auslöser akuter Atemnot sein können - besser in den Griff zu bekommen.

Autohaler

Der Autohaler ist ein Inhalationssystem, bei dem die Freigabe der Substanz aus dem Dosieraerosol allein durch das Einatmen (Atemzug gesteuert) erfolgt. Es muss also nicht darauf geachtet werden, dass der Druck auf das Dosieraerosol und die Einatmung zur gleichen Zeit erfolgen: Man setzt den Autohaler einfach an den Mund, umschließt das Mundstück mit den Lippen und atmet langsam und möglichst tief ein - schon wird die Substanz freigesetzt.

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