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Term Definition
Chronopharmakologie

Unter Chronopharmakologie versteht man die Anpassung der Verordnung von Arzneimitteln an die "innere Uhr" (Zeit = cronos, Arzneimittel = pharmakon).
Die Funktionen des menschlichen Körpers - wie Blutdruck, Körpertemperatur, Hormonpro- duktion (z.B. Kortisonproduktion) - unterliegen tageszeitlichen Schwankungen. Sie werden durch die innere Uhr einem zirkadianen (24 Stunden)-Rhythmus angepasst. So ist in den frühen Morgenstunden eine besonders erhöhte Aktivität bezüglich der Ausschüttung von körpereigenem Kortison zu beobachten - der Körper bereitet sich auf den Tag vor.
Gleichzeitig nimmt in den Nachtstunden der Widerstand der Bronchien zu.
Bei der Behandlung chronischer Erkrankungen ist der tageszeitliche Unterschied der "inneren Uhr" zu berücksichtigen. Es ist daher besser z.B. Kortisontabletten in den Morgenstunden einzunehmen als am Abend. Es kann zum Beispiel auch sinnvoll sein, Atemwegserweiternde Medikamente spät abends zur Bekämpfung der nächtlichen Obstruktion zu verabreichen. Je mehr die "innere Uhr" in der Therapie berücksichtigt wird, desto erfolgreicher wird die Therapie bei  möglicherweise geringeren Dosen der verabreichten Medikamente sein.

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