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Term Definition
Ca

Abkürzung für Carcinom / Karzinom / Tumor (Krebs)

Chemotherapie

Medikamentöse Behandlung eines Tumors.

Chronisch

Lange bestehend, langsam sich entwickelnd, langsam verlaufend.

Chronisch obstruktive Bronchitis (COPD)

Die Vorstufe zur chronisch-obstruktiven Bronchitis ist die chronische Bronchitis. Diese liegt vor, wenn "Husten und Auswurf an den meisten Tagen während dreier Monate in zwei aufeinander folgenden Jahren" bestehen. Kommt zu Auswurf und Husten noch eine Atemnot hinzu, handelt es sich um eine "COPD", wie die chronisch-obstruktive Bronchitis im Englischen heißt. Dabei ist durch die dauernde Verengung der Bronchien vor allem die Ausatmung behindert. Die Abkürzung "COPD" ist ein Sammelbegriff für die chronisch-obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem. Beide Krankheitsbilder sind dadurch gekennzeichnet, dass der Luftstrom vor allem beim Ausatmen behindert ist und sich im Lauf der Jahre neben der Atemnot ein Gefühl der "Überblähung" entwickelt. Husten und übermäßige Schleimproduktion sind weitere Symptome. Die Verschlechterung ist schleichend. So zeigt sich Atemnot zuerst nur bei starker körperlicher Belastung, später aber bereits bei leichterer körperlicher Tätigkeit. Zuerst ist das Treppensteigen belastend, schließlich schon das normale Gehen. Viele Patienten mit einer chronisch obstruktiven Bronchitis bagatellisieren ihre Atemnot und führen sie auf alle möglichen Ursachen zurück: auf das Alter, das Übergewicht und andere Dinge mehr.

Chronische Bronchitis

Die Vorstufe zur chronisch-obstruktiven Bronchitis. Sie ist gekennzeichnet durch chronischen Husten, eine vermehrte Schleimproduktion.
Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen Rauchen und der chronischen Bronchitis. Chronische Bronchitiker neigen stärker als der Rest der Bevölkerung zu Bronchialinfekten. Solche Infekte sind nicht mit harmlosen Erkältungen zu vergleichen, weil sie das bereits geschädigte Bronchialsystem immer weiter schädigen und damit eine permanente Verschlechterung der Erkrankung verursachen.

Chronopharmakologie

Unter Chronopharmakologie versteht man die Anpassung der Verordnung von Arzneimitteln an die "innere Uhr" (Zeit = cronos, Arzneimittel = pharmakon).
Die Funktionen des menschlichen Körpers - wie Blutdruck, Körpertemperatur, Hormonpro- duktion (z.B. Kortisonproduktion) - unterliegen tageszeitlichen Schwankungen. Sie werden durch die innere Uhr einem zirkadianen (24 Stunden)-Rhythmus angepasst. So ist in den frühen Morgenstunden eine besonders erhöhte Aktivität bezüglich der Ausschüttung von körpereigenem Kortison zu beobachten - der Körper bereitet sich auf den Tag vor.
Gleichzeitig nimmt in den Nachtstunden der Widerstand der Bronchien zu.
Bei der Behandlung chronischer Erkrankungen ist der tageszeitliche Unterschied der "inneren Uhr" zu berücksichtigen. Es ist daher besser z.B. Kortisontabletten in den Morgenstunden einzunehmen als am Abend. Es kann zum Beispiel auch sinnvoll sein, Atemwegserweiternde Medikamente spät abends zur Bekämpfung der nächtlichen Obstruktion zu verabreichen. Je mehr die "innere Uhr" in der Therapie berücksichtigt wird, desto erfolgreicher wird die Therapie bei  möglicherweise geringeren Dosen der verabreichten Medikamente sein.

Compliance

Die Heilung vieler Krankheiten setzt ein kooperatives Verhalten des Patienten voraus. Im medizinischen Sinne kann man Compliance also mit Therapietreue oder konsequentem Befolgen der ärztlichen Ratschläge übersetzen. Besonders wichtig ist Compliance bei chronisch Kranken in Bezug auf die Einnahme von Medikamenten oder der Veränderung des Lebensstils. Das Gegenteil von Compliance ist die Non-Compliance, d.h. die Unzuverlässigkeit bei der Durchführung der vereinbarten Therapiemaßnahmen. Non-Compliance ist leider keine Seltenheit. Viele Patienten vergessen ihre Medikamente zu nehmen oder sie meinen, auf die Medikamente verzichten zu können, wenn es ihnen wieder besser geht. Das kann jedoch sehr gefährlich sein, weil gerade bei chronischen Atemwegs- und Lungenerkrankungen Medikamente Anfallsvorbeugend und zur Vermeidung einer Krankheitsverschlechterung genommen werden sollen, z.B. Kortison.

Computertomographie (CT)

Bildgebendes Verfahren
Die Röntgenstrahlen, die durch den Patienten geschickt werden, werden von mehreren Detektoren gleichzeitig aufgezeichnet. Der Vergleich zwischen ausgesandter und gemessener Strahlungsintensität gibt Aufschluss über die Abschwächung der Strahlung durch das zu untersuchende Gewebe. Die Daten werden mittels eines mathematischen Verfahrens im Computer zu einem Volumendatensatz zusammengefügt, aus dem man Schnittbilder und 3D-Ansichten in beliebigen Ebenen herstellen kann. Zur Untersuchung eines Organs wird in der Praxis meist eine Serie von Schnittbildern angefertigt. Allerdings ist die CT Untersuchung im Vergleich zur normalen Röntgenaufnahme mit einer höheren Strahlenbelastung verbunden.

Controller

Medikamente zur Dauertherapie, die gegen die Entzündung der Bronchialschleimhaut eingesetzt werden. Dazu zählen Kortikoide, Leukotrienantagonisten, Theophyllinpräparate und Kombinationen, die Kortikoide und langwirksame Beta-Sympathomimetika (LABA) enthalten.

COPD

Als COPD (chronic obstructive pulmonary disease) wird die chronisch obstruktive Bronchitis mit oder ohne Emphysem bezeichnet.
Besonderes Merkmal ist für die COPD die schleichend fortschreitende Verschlechterung der Lungenfunktion mit zunehmender Verengung der Atemwege verbunden mit der Überblähung des Lungengewebes. Dadurch entsteht eine Störung der Sauerstoffaufnahme durch die Lungenbläschen (Alveolen) und eine Belastung des Herzens (Cor pulmonale). Symptome der  COPD sind Husten, Auswurf und Atemnot. Während anfangs Atemnot nur unter starker körperlicher Belastung auftritt, wird die Luft später bereits bei leichten Belastungen knapp.

Cor pulmonale

Durch erhöhten Blutdruck im Lungenkreislauf infolge chronischer Lungenerkrankungen          (z.B. COPD, Alveolitis, Fibrose) kommt es zu krankhafte Veränderung der rechten Herzkammer.
Die Rechtsherz-Insuffizienz, die durch das Cor pulmonale entsteht, macht sich durch Atemnot bemerkbar.

Corticoide

Dem körpereigenen Kortisol sehr ähnliche Substanzen, die eine starke entzündungshemmende und das Immunsystem dämpfende Wirkung haben. Sie werden heute in der Therapie nahezu aller kortisonpflichtiger Krankheiten eingesetzt. Kortikoide können in Form von Tabletten eingenommen, als Aerosol oder Pulverinhalat inhaliert werden, als Injektion in die Vene gespritzt, als Salbe, Creme oder Lösung auf der Haut angewandt werden. Depot-Präparate,  die früher viel verwendet wurden und in den Muskel gespritzten werden, werden heute aus Gründen der Nebenwirkungen (unnötige Störung der Nebennierenrindenfunktion) abgelehnt.
Nach Injektion in eine Vene oder Einnahme von Tabletten verteilt sich das Kortison über den ganzen Körper, daher spricht man auch von einer systemischen Therapie. Bei lokaler (topischer oder örtlicher) Anwendung konzentriert sich das Medikament auf das betreffende Organ und hat nur wenig Nebenwirkungen.

In der Asthma-Therapie sind Kortikoide unverzichtbar, da sie die am stärksten wirksamen Entzündungshemmenden Medikamente sind und. auf verschiedenen Ebenen in den Krankheitsprozess chronischer Atemwegserkrankungen eingreifen:
- Sie reduzieren den Entzündungsprozess.
- Sie stabilisieren die Zellmembran.
- Sie vermindern die Schleimhautschwellung.
- Sie reduzieren die Schleimproduktion.
- Sie dämpfen die Übererregbarkeit (Hyperreagibilität) des Bronchialsystems.
- Sie verbessern die Wirksamkeit der Beta-Adrenergika.

Nach Einnahme von Tabletten oder Injektion/Infusion beginnt die Wirkung der Kortikoide nach etwa einer halben Stunde und erreicht ihre höchste Wirkstärke nach sechs bis acht Stunden. Daher wirken sie nicht im akuten Asthmaanfall. Es müssen gleichzeitig atemwegserweiternde Medikamente gegeben werden.
Die inhalative Therapie hat eine Anlaufszeit von mehreren Tagen und eignet sich daher ebenfalls nicht für die Behandlung eines akuten Asthmaanfalls oder einer plötzlich auftretenden Verschlechterung des Krankheitsbildes. Kortikoide sind die Basistherapie des Asthma bronchiale, sie müssen permanent eingenommen werden um die Entzündung in den Bronchien zu kontrollieren.

Die Kortikoide hemmen die Entzündung erst in höheren Dosen als sie der Körper unter normalen Lebensumständen produziert. Deshalb führt die systemische Anwendung (Tabletten Infusionen oder Injektionen) zu einem Hormonüberschuss im Organismus. Dadurch entstehen unerwünschte Nebenwirkungen, wie Gewichtszunahme, Vollmondgesicht, Störung von Stoffwechselvorgängen im Körper und Hemmung der körpereigenen Cortisolproduktion. Nebenwirkungen hängen von der Höhe der Dosis und der Dauer der Anwendung ab, daher muss immer die kleinste, noch wirksame Dosis verabreicht werden.
 
Das Nebenwirkungsrisiko ist bei ausschließlich inhalativer Therapie sehr viel geringer und daher sollte diese bevorzugt werden.

Corticosteroide

In der Nebennierenrinde hergestellte Hormone.

Cortisol

Ein Hormon, das in der Nebennierenrinde gebildet wird und zur Gruppe der Glukokortikoide gehört. Ist für die Aufrechterhaltung des Lebens und die Anpassung des Körpers an Belastungen (Stress) verantwortlich ist. Für die Behandlung des Asthmas, wird es heute nicht mehr verwendet, da es auch den Mineralhaushalt beeinflusst und dadurch zu gefährlichen Nebenwirkungen führen kann.

Cortison

Die erste in der Nebennierenrinde nachgewiesene hormonale Substanz, die aber nur eine Vorstufe der eigentlichen Wirkform Cortisol darstellt. Cortison wurde in den Jahren 1936-1940 isoliert. Später stellte sich heraus, dass Cortison eine Vorstufe des eigentlichen Hormons Cortisol (Hydrocortison) ist. Synthetische Cortison-Varianten sind u. a. das Prednison, Prednisolon, Methylprednisolon, Betamethason, Dexamethason, Triamcinolon und Paramethason. Prednison und Prednisolon können im Körper ineinander umgewandelt werden und sind wirkungsgleich. Ihre Wirkung entspricht etwa dem Fünffachen der Kortisonwirkung.
Kortison wird heute nicht mehr verwendet. Sein Name wird aber im täglichen Umgang anstelle von Kortikoiden verwendet. Im englischen Sprachgebrauch wird oft einfach Steroide gesagt.

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